Cookie-Einstellungen

    Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung zu bieten. Notwendige Cookies sind für die Funktion der Website erforderlich.

    Druckverteilungsanalyse im Radschuh mit orthopädischer Carbon-Einlage

    Orthopädische Carbon-Einlagen im Radsport – Messungen & Erkenntnisse

    Biomechanische Stabilität des Fußes beeinflusst Kraftübertragung, Effizienz und Beschwerdeprävention. Druckmessungen im Radschuh zeigen, wie sich eine Carbon-Einlage auf Lastverteilung und Symmetrie auswirkt.

    Ziel und Methodik der Druckmessungen

    Ziel der Untersuchung war es, den Effekt einer Carbon-Einlagenversorgung direkt im Radschuh zu quantifizieren. Dazu wurden In-Shoe-Druckverteilungsanalysen bei Radsportlern und Radsportlerinnen verschiedener Leistungsklassen durchgeführt.

    Die Messungen erfolgten als Vergleichstest: identische Bedingungen, einmal ohne Einlage (Standard-Innensohle des Schuhs) und einmal mit Carbon-Einlage. Analysiert wurden:

    • Gesamtkraft (N) über den Pedalzyklus
    • Druckverteilung im Vor-, Mittel- und Rückfußbereich
    • Links-Rechts-Asymmetrien

    Die Testgruppe umfasste Teilnehmer aus der Zusammenarbeit mit dem Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) Berlin sowie der Bahnradnationalmannschaft. Die Messungen basieren auf den biomechanischen Arbeiten von Jens Machacek.

    Zentrale Messergebnisse

    +58 N

    durchschnittlicher zusätzlicher Kraftbeitrag

    +180 N

    gemessene Spitzenwerte (max.)


    • • Homogenere Druckverteilung im Vorfuß- und Mittelfußbereich
    • • Reduzierte Links-/Rechts-Asymmetrien
    • • Stabilere Fußführung über den gesamten Pedalzyklus

    Die angegebenen Kraftwerte beziehen sich auf Messungen unter identischen Belastungsbedingungen innerhalb des Pedalzyklus.

    Ein Kraftzuwachs von durchschnittlich 58 N bedeutet, dass bei gleicher subjektiver Belastung mehr Kraft auf das Pedal übertragen wird. Dies entspricht einem messbaren Effizienzvorteil, da weniger Energie in der Schuhkonstruktion oder durch Ausweichbewegungen des Fußes verloren geht.

    Die homogenere Druckverteilung reduziert lokale Druckspitzen, die häufig Taubheitsgefühle und Hotspots im Vorfuß verursachen. Die Reduktion der Links-Rechts-Asymmetrie weist auf eine gleichmäßigere Belastung beider Seiten hin.

    Druckverteilung im Radschuh

    123456789Proband0150300450600Kraft in N
    • Gesamtkraft ohne Winsole
    • Gesamtkraft mit Winsole
    Abbildung: Druckdifferenz in N bei Verwendung von Winsole Radschuheinlagen. Alle 9 Probanden zeigen eine Erhöhung der Gesamtkraft mit Carbon-Einlage.

    Hinweis: Die Einheit Newton (N) beschreibt die gemessene Auflagekraft zwischen Fuß und Sohle. Im Unterschied dazu beschreibt Newtonmeter (Nm) ein Drehmoment – z. B. am Pedal oder Tretlager. In-Shoe-Drucksensoren erfassen die Kraft (N), nicht das Drehmoment.

    In-Shoe-Druckverteilung im Radschuh: links ohne Einlage, rechts mit orthopädischer Carbon-Einlage

    Schematische Darstellung: links ohne Einlage (Standard-Innensohle), rechts mit Carbon-Einlage. Die Farbskala zeigt die Druckintensität – eine gleichmäßigere Verteilung reduziert lokale Überlastungen.

    Die linke Darstellung zeigt die Druckverteilung ohne Carbon-Einlage mit ausgeprägten lokalen Belastungsspitzen im Vorfußbereich. Mit Carbon-Einlage (rechts) verteilt sich die Last homogener über Vor- und Mittelfuß, wodurch Druckspitzen reduziert werden.

    Originale Druckverteilungsanalyse aus der Winsole-Studie – Messdaten im Radschuh
    Originale Druckverteilungsanalyse aus der Studiendokumentation (PDF). Die Messdaten zeigen die tatsächliche Druckverteilung im Radschuh während der In-Shoe-Analyse.

    Biomechanische Bedeutung für Knie, Rücken und Effizienz

    Die gemessenen Veränderungen der Druckverteilung wirken sich nicht isoliert im Fuß aus, sondern beeinflussen die gesamte kinetische Kette.

    Der Fuß bildet das Fundament der kinetischen Kette im Radsport. Instabilitäten oder Fehlstellungen im Fußbereich können sich entlang der gesamten Kette auswirken:

    FußKnieBeckenWirbelsäule

    Eine Überpronation des Fußes kann zu einer Valgusstellung des Knies führen, die wiederum eine Beckenrotation und kompensatorische Belastung der Lendenwirbelsäule begünstigt. Auch bei anatomisch unauffälligen Füßen kann die fehlende Unterstützung im Radschuh zu suboptimaler Kraftverteilung führen.

    Carbon-Einlagen adressieren diese Problematik, indem sie die Fußstellung stabilisieren und eine gleichmäßige Lastverteilung über die Kontaktfläche ermöglichen. Dies kann Kompensationsbewegungen in der kinetischen Kette reduzieren.

    Hinweis: Die beschriebenen Zusammenhänge basieren auf biomechanischen Grundprinzipien. Individuelle Ergebnisse variieren. Bei bestehenden Beschwerden wird eine fachärztliche Abklärung empfohlen.

    Zusammenfassung

    Druckverteilungsanalysen bei Radsportlern zeigen, dass Carbon-Einlagen im Radschuh die Gesamtkraft durchschnittlich um +58 N erhöhen, Spitzenwerte von bis zu +180 N erreichen und die Druckverteilung im Vor- und Mittelfuß homogener gestalten. Die Links-Rechts-Asymmetrie wird reduziert.

    Studien & weiterführende Informationen

    Die vollständige Dokumentation der Druckmessungen und Analyseergebnisse steht als PDF zur Verfügung:

    WINSOLE – Die Carbon Radschuheinlage (Studiendokumentation)

    Druckverteilungsanalyse, Kraftmessungen und biomechanische Einordnung.

    PDF herunterladen →

    Die PDF dient als ergänzendes Belegmaterial zur inhaltlichen Einordnung.

    Häufige Fragen

    Welche Lösung ist in deinem Fall sinnvoll?

    Winsole Performance – Für Fahrer ohne Beschwerden, die Wert auf stabile Kraftübertragung und Effizienz legen.

    Winsole Comfort – Bei Druckspitzen, Taubheitsgefühlen oder Komfortproblemen auf längeren Distanzen.

    Winsole Customized – Bei wiederkehrenden Beschwerden, Asymmetrien oder wenn eine individuell angepasste Lösung biomechanisch sinnvoll ist.